Allein der Geschmack zählt – die kreative Innenraumgestaltung mit Teppichen | Morgenland-Teppiche

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Allein der Geschmack zählt – die kreative Innenraumgestaltung mit Teppichen

von Aditya Tiwari - 10 Aug, 2021

Cal8/10/2021

Welcher Teppich passt zu mir?

 

Allein der Geschmack zählt – die kreative Innenraumgestaltung mit Teppichen

 

 

Inhalt

  1. Die Unterscheidung der Teppiche nach Muster und Webkunst
  2. Die Unterscheidung der Teppiche nach heutigen Standards
  3.  Natur- oder Kunstfaser: das Teppichmaterial im Fokus
  4. Hochflor- oder Kurzfloorteppich, das ist hier die Frage
  5. Farben, Formen und Design: von modern bis klassisch ist alles vertreten

 

Ein Teppich ist nicht gleich ein Teppich. Die hochwertige Auslegeware gehört zu jenen Kulturgütern, welche in der menschlichen Kulturgeschichte eine besondere Aufmerksamkeit zuteil wurde. Sei es der Wandteppich, welcher mit einem Kunstwerk vergleichbar ist, oder das Goldene Vlies, um das sich zahllose Geschichten ranken: Im Mittelpunkt steht immer die Schönheit und Symbolkraft der Webkunst und der daraus resultierende Ausdruck. In diesem Zusammenhang ist der Teppich ein Architekturdetail und Stillleben mit entsprechend epochaler Wirkung. Im Vordergrund stehen Stilbewusstsein und Mode der gelebten Zeit, welche der Teppich repräsentativ verkörpert. Heutzutage ist alles möglich und einzig und allein der Geschmack zählt, ob man sich ein kleines Kunstwerk, ein optisches Highlight oder einen stilbewussten Anreiz auf seinen Fußboden platziert. Letztendlich zählt der eigene Geschmack, welcher kreativ auf eine facettenreiche Vielfalt zugreifen kann. Wie lassen sich demnach Teppiche voneinander unterscheiden?


 

Die Unterscheidung der Teppiche nach Muster und Webkunst


 Kulturgeschichtlich wird sich der Teppich aus den Bestrebungen des Menschen nach bequemer Häuslichkeit entwickelt haben. Den Untergrund mit Reisig, Zweigen oder sonstigen Naturmaterialien gemütlicher und weicher zu gestalten, war wahrscheinlich der erste Schritt zur Unterlage Teppich. So werden Tierfelle und Häute heutzutage immer noch nahezu unbehandelt genutzt, um das Parkett, Laminat oder den Fliesenboden aufzuwerten. Gleichzeitig spiegelt ein Flechtgewirk aus Zweigen den Ansatz wider, ein textiles Flächengebilde aus selbiger Handwerkskunst zu erschaffen. Im Mittelpunkt der Teppichproduktion steht somit immer, die entweder komplett via Handarbeit oder maschinell erstellte Herstellung eines textilen Flächengebildes, welches entweder getuftet, gewirkt, geknüpft oder gewebt wurde. Während Webstühle, derzeitigem Wissen nach, bereits 4400 v. Chr. in Ägypten genutzt wurden, erblickte die erste Webmaschine erst im 16. Jahrhundert das Licht dieser Welt. Kulturwissenschaftlich werden demzufolge Teppiche aus der morgenländischen Handwerkskunst, die Orientteppiche, von denen der abendländischen Produktion unterschieden. Welche Unterscheidungsmerkmale sind jedoch für mich als Verbraucher/in wichtig?


 

Die Unterscheidung der Teppiche nach heutigen Standards

 

Wer einen Jahrhunderte alten Teppich besitzt, wird diesen kaum auf den Fußboden legen. Das Kulturgut Teppich muss demzufolge von dem Nutzen des Teppichs als Auslegeware unterschieden werden. Hier sind insbesondere folgende Eigenschaften und Unterscheidungsmerkmale für einen Teppich von Relevanz:

 

Natur- oder Kunstfaser: das Teppichmaterial im Fokus


 Sowohl künstlich hergestellte Materialien als auch reine Naturmaterialien haben Vor- und Nachteile, die es gegeneinander abzuwägen gilt. Bei einem Textil steht dessen Strapazierfähigkeit, Pflegeleichtigkeit und Schmutzabweisung im Fokus einer oftmals mehrfach geprüften Materialgüte. Dazu sollten zunächst die Fasern und deren Eigenschaften im Mittelpunkt stehen. Es werden Teppiche aus Naturmaterialien, wie z.B. Bambus, Kokos, Sisal, Wolle, Leder oder Seegras von Teppichen aus synthetischem Textil, wie Polyester, Viskose, PET oder Papier unterschieden. Folgende Eigenschaften haben diese Materialien:



Bambus        
 

Dieses Naturmaterial ist sehr seidig und äußerst elegant in seiner Wirkung. Es handelt sich um einen nachwachsenden Rohstoff, der temperatur- und feuchtigkeitsregulierend ist. Der Bambusteppich ist somit voll recycelbar und bindet zudem Staub und Allergene.



Kokos        
 

Die Kokospalme wird in den heimatlichen Gefilden auch Baum des Lebens genannt. Kokosfasern sind aufgrund ihrer Strapazierfähigkeit ein äußerst robustes Teppichmaterial. Die zeitlose Eleganz der warmen Naturtöne wird auch hierzulande immer beliebter, da das Textil außerdem das Raumklima positiv begünstigt.



Sisal        
 

Die Sisal-Agave ist eine Pflanze, die ihre langen Fasern vorwiegend für die Kordel- und Garnherstellung zur Verfügung stellt. Neben einer sehr hohen Strapazierfähigkeit verbessert das Naturmaterial die Raumluft, ist ökologisch abbaubar und überzeugt durch zeitlose Naturfarben.



Wolle        
 

Wolle, eines der bekanntesten Textilien, ist sehr strapazierfähig und langlebig. Das Material bindet Feinstaub und lässt sich leicht reinigen. Wolle besitzt Oberflächeneigenschaften, welche durch einen Eigenfettanteil stets schmutzabweisend wirken. Zudem überzeugt Wolle durch eine naturgegebene Trittschalldämmung.



Leder        
 

Leder ist sehr robust und wird speziell in der sogenannten Patchwork-Technik als Teppich verarbeitet. Das vielseitig einsetzbare Material ist sehr widerstandsfähig und pflegeleicht.



Seegras        
 

Als Naturrohstoff wird Seegras immer beliebter, da es schnell nachwächst und zu 100 % ökologisch abbaubar ist. Dieser ökologische Mehrwert wird durch einen warmen Naturton ergänzt, der das Raumklima zusätzlich optimiert. Ein Seegrasteppich ist außerdem sehr strapazierfähig.



Polyester        
 

Polyester besteht aus synthetischen Mikro-Textilfasern, welches als Alternative zur Seide technisch entwickelt wurden. Das Kunststoffpolymer ist äußerst robust und hitzebeständig und kann je nach Webtechnik natürliche Teppichfasern nachahmen.



Viskose        
 

Viskose besitzt einen seidigen Glanz und wird überwiegend aufgrund dieses Lüsters von der Teppichindustrie verwendet. Es handelt sich um eine naturnahe Faser mit edler Optik, die eine Trittschall dämmende Eigenschaft besitzt. Viskose ist zudem zu 100 % ökologisch abbaubar.



Papier        
 

Papier ist ein nachwachsender Rohstoff, da es aus Weichhölzern und Zellulosefasern hergestellt wird. Als Teppich ist der Rohstoff sehr robust, pflegeleicht und überdies zu 100 % biologisch abbaubar.


 

Hochflor- oder Kurzfloorteppich, das ist hier die Frage


 Die Oberflächenstruktur eines Teppichs kann sich massiv voneinander unterscheiden. Je nach verwendetem Material werden Teppiche aufgrund ihrer Faserlänge, des Schnittes sowie anhand der sogenannten Schlingenware voneinander unterschieden. In der Faserlänge lässt sich der Hochflorteppich mit Längen zwischen 1,5 cm bis 5 cm von der Kurzflorteppichfaser unterscheiden, die eine Länge unter 1,5 cm besitzt. Des Weiteren wird ein Teppich als Bouclé bezeichnet, wenn er eine Schlingenware aus geschlossenen Garnschlingen oder Faserschlingen ist. Veloursteppiche bestehen hingegen aus geschnittenen Fasern. Eine Mischung aus Velours und Bouclé ist wiederum der Cut-Loop.


 

Farben, Formen und Design: von modern bis klassisch ist alles vertreten


 In Anbetracht, wo ein Teppich letztendlich verwendet wird, kann dieser passend zur jeweiligen Einrichtung und Raumausstattung gewählt werden. Sei es der Flur, die Küche, das Wohnzimmer oder das Badezimmer, dem Interessenten werden je nach Raumgröße und Eigenschaft unterschiedliche Teppichmaße, Farben sowie Designs zur Verfügung gestellt. Während im Bad die Feuchtigkeitsregulation des Teppichs im Vordergrund stehen sollte, ist im Kinderzimmer ein strapazierfähiger und schmutzabweisender Teppich zu wählen. Farblich und formbewusst ist das Wohnaccessoire ebenfalls passend zur Raumgröße sowie zum Untergrund zu wählen.

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